bliedtner bloggt

Icon

Die Medien, die Elbe-Weser-Region und weltweite Schlaglichter

Ganz schön schonungslos

Actiongeladen: „Wanted“ spielt virtuos mit Effekten und Reizen

Reizvolle Perspektiven: Angelina Jolie gibt in „Wanted“ die Kampfbraut.

Viele Kinobesucher – insbesondere die männlichen – dürfte alleine schon Angelina Jolie Grund genug sein, sich auf ein Abenteuer mit „Wanted“ einzulassen. Doch wer dem Film billige Effekthascherei zuschreiben will, liegt weit daneben. Das neue Werk des Russen Timur Bekmambetov ist sicherlich ein provokantes Wagnis, hält aber durchweg, was es verspricht. Action, Action und noch mal Action, perfekt inszeniert.

Kein Wunder, wenn das sogar zu schweißnassen Händen führt. „Wanted“ ist in jeglicher Hinsicht schonungslos. Gesetze der Schwerkraft werden ausgeschaltet, körperliche Grenzen sind unwesentlich, die Geschichte bleibt eher oberflächlich, und plausibel muss auch nicht alles sein. Wer den auf einem Comic basierenden Streifen unter dem Gesichtspunkt Gewaltverherrlichung betrachten und einer gewissen Risikobewertung unterziehen möchte, soll das gerne tun. So wie in einigen Kritiken über „die Schönheit der Kopfschuss-Ästhetik“ diskutiert wird. Doch da gäbe es ganz andere Filme über die sich diese Debatte lohnen würde.Bekmambetov spielt geradezu virtuos mit Kameraführung, mit Farben, Effekten und Reizen.

Dieser Film macht Spaß, weil ihm mit einer Portion Ironie eine Gratwanderung zwischen den Genres gelingt. Dass das Werk dabei auch in den humoristischen Bereich wechselt – beispielsweise, wenn sich Hauptdarsteller Wesley Gibson (glänzend: James McAcoy) bei seinen Opfern mit einem „Tut mir leid“ entschuldigt – macht das Ganze noch unterhaltsamer.

„Töte einen, rette Tausende“

„Wanted“ wird auch dadurch zum empfehlenswerten Action-Streifen, weil er Elemente aus „Matrix“ aufgreift. Seit der Saga „Wächter der Nacht“ ist Bekmambetov bekannt für seine außergewöhnliche Arbeit. Doch „Wanted“ punktet zudem mit Hollywood-Größen wie Jolie als Fox und Morgan Freeman als Slone, die in einem Geheimbund von Killern organisiert sind. Dieser ist im Auftrag der Vorsehung unterwegs und arbeitet nach dem Motto: „Töte einen, rette Tausende.“

Wesley Gibson ist ein einfacher Angestellter, sitzt wie im Käfig in irgendeinem Großraumbüro über Rechnungsberichten. Sein Selbstbewusstsein hat er längst an den Nagel gehängt, während seine Freundin mit Wesleys bestem Freund rummacht. Doch dann soll sich das trostlose Leben schlagartig ändern, als der junge Mann – ganz banal – im Einkaufsladen um die Ecke auf Fox trifft („Du entschuldigst dich zu oft“). Schnell findet er sich in einem atemberaubenden Schusswechsel wieder, und Schritt für Schritt wird klar: Hinter seinen mit Tabletten unterdrückten Angstzuständen stecken besondere Kräfte. Er muss nur lernen, sie zu kontrollieren – um zu dem zu werden, was er ist. Im Auftrag der Vorsehung. Anschnallen und festhalten.

http://movies.universal-pictures-international-germany.de/wanted/

Eingetragen unter:Aus aller Welt , , ,

Die Nerven strapaziert

Das Filmteam beim Drehen der Sturmflut, und das fiktive Pärchen: der Insel-Flieger mit seiner „Porzellan-Lady“.

„Sturmflut II“ verfehlt irgendwie das Thema – Ein bisschen wie Realsatire

Kennen Sie das? Sie kommen in den Kinosaal – und niemand sitzt drin. Grübel. Liegt es an der Qualität des Films oder an der Spätvorstellung? Na ja, „Sturmflut II“ ist eine Halbdokumentation und wird wohl schon deshalb keine „Blockbuster“-Massen in die Filmpaläste ziehen. In der Ankündigung heißt es: „Eine Liebeserklärung an Norddeutschland.“ Na gut, lassen wir uns mal drauf ein…

Read the rest of this entry »

Eingetragen unter:Aus aller Welt, Medienwelt , , ,

YouTube macht auf Kino

YouTube will unabhängigen Filmemachern unter die Arme greifen und deren Filme gleich der ganzen Welt im „YouTube ScreeningRoom“ zeigen. Im Angebot des Programmkinos finden sich nach Bekunden des Video-Portals Werke, die auf Festivals liefen oder Oscar-nominiert waren. Nebenbei sprengt YouTube mit dem ScreeningRoom auch das bisherige Zeitlimit von 10 Minuten pro Film. Wann diese Grenze für den normalen Nutzer fällt, ist noch nicht klar. Partner von YouTube wie das ZDF und Unternehmen können seit kurzem schon längere Filme hochladen. Mehr bei kress.de.

Eingetragen unter:Medienwelt , , , , , ,

Archive

a

 

November 2009
M D M D F S S
« Okt    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30