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Die Medien, die Elbe-Weser-Region und weltweite Schlaglichter

Stölting: Wir müssen umdenken

Langen macht Demografischen Wandel zum Aktionsthema
Langen. Es geht nicht darum Schwarzmalerei zu betreiben, betont Burgfried Stölting, Demografie-Beauftragter der Stadt Langen. Doch die Stadt müsse nun schnell klären, „wie Langen sich in dieser wirtschaftlich relativ schwachen und schrumpfenden Region positionieren kann“. Zwar sei die Stadt noch gut aufgestellt, aber: „Andere Gemeinden im Landkreis haben in den vergangenen Jahren nachgezogen und vergleichbare Strukturen geschaffen“.

Deshalb hat Stölting seinen Gesamtbericht zur Lage der Stadt betitelt: „Den demografischen Wandel als Herausforderung für kommunales Handeln annehmen: Das Beispiel Stadt Langen.“ Demnächst soll die Übersicht auch als Bürgerbroschüre erscheinen.

Inzwischen unübersehbar

Die Zeichen für eine starke Strukturveränderung in der Bevölkerung seien inzwischen unübersehbar: Langen verliere seit 2004 Einwohner, die Zahl der Bauanträge stagniere, und die Zahl der Kinder und jungen Menschen nehme rapide ab. Gleichzeitig nehme der Anteil der älteren Menschen erheblich zu. „Die Geburtenrate liegt in Langen um fast 24 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 1,3 und ist die niedrigste im Landkreis Cuxhaven“, macht Stölting deutlich. Die wesentliche Ansatzpunkte, in denen sich die Stadt Langen in der Region positionieren könne, sind nach Stöltings Auffassung der Bildungsbereich, die Seniorenpolitik und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Stölting: „Für unverzichtbar halte ich in diesem Zusammenhang zunächst einmal die Herstellung eines politischen Konsenses darüber, dass in Zukunft nicht mehr Wachstum die kommunale Entwicklung bestimmten wird.“ Vielmehr müsse es um Nachhaltigkeit gehen.

Das erfordere zum Beispiel einen „erheblichen Umdenkungsprozess, gerade in der jahrzehntelang wachsenden und aufstrebenden Stadt Langen. Wer stellt schon gerne die Tatsache, dass eine Einrichtung mühsam gehalten werden konnte oder angesichts sinkender Kinderzahlen eine Kindergartengruppe geschlossen werden musste, um unnötige Kosten zu verhindern, als politisch sinnvollen Erfolg dar?“ Stölting plädiert dafür, mit Blick auf die Kindergarten-Entwicklung eine Elternbefragung vorzunehmen. Im Bereich der Bildung müsse es zu einer „Qualifizierungsoffensive“ („Stadt der Bildung“) kommen, die beispielsweise „musikalische Früherziehung für jedes Kind“ und „systematische Förderung der sportlichen Fähigkeiten“ umfasst.

Und in der Seniorenpolitik müssten Bedingungen geschaffen werden, „unter denen sich ältere Menschen in Langen wohlfühlen, und die ihnen ein interessantes und selbstbestimmtes Leben ermöglichen“. Dazu brauche Langen dringend mehr altengerechte Mietwohnungen, die zudem möglichst zentral liegen.

In einer Aktionswoche der ARD unter dem Motto „Mehr Zeit zu leben“ geht es auch um den Demografischen Wandel. Auftakt dazu wird ein bundesweiter Aktionstag mit 100 Gemeinden und Städten am Sonnabend, 19. April, sein, an dem sich Langen als einzige Kommune im Kreis Cuxhaven beteiligt.

Auf „Zeitreise“ gehen

„Eine Zeitreise durch Langen“: Unter diesem Motto öffnet das Rathaus an diesem Tag von 14.30 bis 17.30 Uhr. Zwei ganz besondere Cafés laden zum Besuch ein, das eine im Stil der 50er-Jahre eingerichtet und das andere futuristisch ausgerichtet auf das Jahr 2050. In den Gängen zwischen den beiden Cafés wird es Schaubilder mit Materialien zur jeweiligen Epoche und Informationen zum Thema Demografischer Wandel geben. „Auf diese Weise kann dann in ungezwungener Atmosphäre ein Dialog zwischen den Generationen und mit den interessierten Bürgern geführt werden“, freut sich der Demografie-Beauftragte.

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„Bewusst ausgeblendet“

Pflegeheim-Verkauf: Residenz-Gruppe Bremen wirft Stadt Cuxhaven Verfahrensfehler vor

 Blick auf die Internetseite der Residenz-Gruppe

Cuxhaven/Bremerhaven. Die Entscheidung der Stadt Cuxhaven, das Altenpflegeheim „Haus Alte Liebe“ an die Awo Soziale Arbeit GmbH in Bremerhaven zu verkaufen, hat offenbar ein rechtliches Nachspiel. Die Residenz-Gruppe Bremen, die seit 1988 Seniorenwohnparks realisiert und betreibt, kritisiert, die Stadt habe sie bei der Vergabe „bewusst ausgeblendet“.

Bis kurz vor der Ratssitzung war mit der Awo verhandelt worden, vor allem aus Personalgründen. Ein Teil der bisherigen Heim-Mitarbeiter soll nun bei der Stadt angestellt bleiben und in anderen Bereichen untergebracht werden.

„Wir hätten es begrüßt, wenn die Verwaltung überhaupt Verhandlungen mit uns aufgenommen hätte“, sagt Rolf Specht, Geschäftsführender Gesellschafter der Residenz-Gruppe. Diesen Wunsch hatte das Unternehmen am 19. März in einem Schreiben deutlich gemacht, nachdem sie „aus Presseveröffentlichungen und persönlichen Kontakten“ von der Verkaufsabsicht erfahren hatte. Doch Informationen über das Objekt erhielt die Firma nicht, sondern lediglich ein Schreiben mit dem Hinweis: „In dieser Sache wurde bereits verhandelt. Der Verkauf steht kurz vor einer Entscheidung. Die Unterlagen senden wir daher dankend zurück.“

„Das riecht danach, dass hier mit Steuergeldern leichtfertig umgegangen wird“, kritisiert Specht. Das Verhalten der Stadt sei „überhaupt nicht nachvollziehbar, völlig außergewöhnlich und wirtschaftsuntypisch“. Wie viel der Residenz-Gruppe das Gebäude wert gewesen wäre, möchte Specht gegenüber dem SJ nicht sagen. „Aber auf jeden Fall oberhalb der Summe, die die Awo zahlt.“ Er könne auch nicht verstehen, warum das Heim derartige Verluste eingefahren habe, sagt Specht. „Andere Häuser in dem Segment machen Gewinn.“

Von Anfang an favorisiert

In der Cuxhavener Politik war die Awo von Anfang an favorisiert worden, weil die politische Einflussnahme und die Absicherung der Mitarbeiter über den Wohlfahrtsverband am besten geregelt sei.Der Rat hatte am 27. März entschieden, das defizitäre Heim zu einem Preis von zirka 300 000 Euro an die Awo zu verkaufen. Der Gebäudewert liegt bei mehr als vier Millionen Euro. Für alleine drei Millionen Euro hatte die Stadt zuvor den Heim-Anbau von der städtischen Wohnbaugesellschaft „Siedlung“ erworben, um das Haus komplett an die Arbeiterwohlfahrt veräußern zu können.

Das „Haus Alte Liebe“ hat 2,7 Millionen Euro Schulden, für die nicht die Awo, sondern die Stadt aufkommt. Zudem lagen die jährlichen Personalkosten des Heims bei 2,5 Millionen Euro. Ausgaben, der sich die Stadt nun schnell entledigen will. Sie argumentiert, dass in das Heim – das in direkter Nachbarschaft zum von den Rhön-Kliniken übernommenen Stadtkrankenhaus liegt – zuviel hätte investiert werden müssen, um es in Stadtregie fortführen zu können. Kritiker hatten Cuxhaven vorgeworfen, die Einrichtung zu verhökern.

www.residenz-gruppe.de

www.hausalteliebe.de

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Post startet Gratis-Motorsportmagazin

Gerade erst hat die Deutsche Post eine Presse-Offensive angekündigt, da flattert schon das erste Blatt in die Briefkästen: Die kostenlose Motorsport-Zeitung „Speed News“. Sie erscheint mehrmals während der Motorsport-Saison von April bis Oktober in einer Auflage von 300 000 Exemplaren, wird ab sofort per Post an Abonnenten verteilt und liegt an diversen Rennstrecken wie dem Hockenheimring aus. Für Konzept, Redaktion, Gestaltung und Realisierung ist die Agentur Publicis verantwortlich. Mehr bei kress.de.

Post plant Presse-Offensive
Die Deutsche Post will im großen Stil in den Markt für überregionale Anzeigenblätter einsteigen. Geplant sei zunächst ein Wochenblatt in Millionenauflage, das über die Themen Internet, Telekommunikation und Computer berichten werde, sagte Post-Vorstand Jürgen Gerdes in der FTD. Der Konzernvorstand wolle in den kommenden Wochen über dieses Projekt entscheiden. Mehr bei kress.de.

Verleger über Pläne für Post-Zeitung entrüstet
Nachdem Springer sich erfolglos mit dem Briefdienstleister Pin auf dem Zustellmarkt versucht hatte, will die Post den Spieß jetzt umdrehen und plant eine Gratis-Gazette. Der Aufschrei der Printhäuser bleibt nicht aus. Mehr bei der netzeitung.

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Sabine Christiansen: NDR vermutet Vertragsverstoß

Im März sorgte der PR-Deal von Sabine Christiansen für den Autobauer Daimler für Wirbel. Wie der NDR nun mitteilt, hat sich die Moderatorin noch immer nicht zum genauen Beginn der Zusammenarbeit geäußert. Daher vermutet man nun einen Vertragsverstoß Christiansens. Das Büro von Sabine Christiansen sieht das hingegen anders. Mehr bei DWDL.de.

www.sabine-christiansen.de

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