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Die Medien, die Elbe-Weser-Region und weltweite Schlaglichter

„Kein Handlungsbedarf“? ARD dementiert Will-Ablöse durch Plasberg

Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff hat einen „Focus“-Bericht zurückgewiesen, nach dem Frank Plasberg mit „Hart aber fair“ bald „Anne Will“ am Sonntag beerben soll

Der „Focus“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass immer mehr Intendanten der ARD dazu tendieren, den Polittalk „Anne Will“ einzustellen und stattdessen lieber Frank Plasbergs „Hart aber fair“ auf den Sonntagabend-Sendeplatz nach dem „Tatort“ zu hieven. Mehr bei DWDL.de.

 

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Bertelsmann bringt Druck-Wikipedia heraus

Das Bertelsmann Lexikon Institut im Wissen Media Verlag wagt ein Experiment und bringt im Sommer eine Druck-Ausgabe der Online-Enzyklopädie Wikipedia heraus. Das Buch soll eine Art „lexikalisches Jahrbuch“ sein mit starkem Aktualitätsbezug: Die 50 000 Stichwörter sind die 2007/08 meistgesuchten Suchbegriffe in Wikipedia. Mit dem Projekt will der Verlag neue Zielgruppen erschließen sowohl für Online als auch für gedruckte Lexika. Mehr bei kress.de

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MSC-Siegel für Fischer in Cuxhaven

Mit Pilotprojekt werben für Nachhaltigkeit

Cuxhaven/Bremerhaven. Als erste deutsche Fischerei wird die Erzeugergemeinschaft Nordsee (Cuxhaven) im Juni mit dem MSC-Siegel für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Das bestätigte den Cuxhavenern jetzt Marnie Bammert, Country-Managerin des „Marine Stewardship Council“. Indes zeigt die gemeinsame Aktion von den Fischern und der „Deutschen See“, mit der das Überbordwerfen von Beifang angeprangert wird, erste Erfolge.

Dass die Erzeugergemeinschaft aus der Region nun ausgezeichnet wird, löst auch in der Firmenzentrale der „Deutschen See“ in Bremerhaven Freude aus. Denn das MSC-Siegel steht für Fischerei, die mit Bedacht im Hinblick auf die weltweiten Bestände agiert. Mehrere Monate lang ist die Erzeugergemeinschaft von unabhängigen Experten geprüft worden. 200 000 Euro mussten die Fischer dafür investieren.Parallel dazu läuft das europaweite Pilot-Projekt mit der „Deutschen See“ – „Stopp Discard“.

Es soll die Europäische Union davon überzeugen, dass ihre Vorschriften für den Beifang „ein krankes System“ stützen, wie es Peter Dill, Chef der „Deutschen See“ formuliert. In der EU ist es den Fischern vorgeschrieben, Fisch und andere Meerestiere, die sie nach dem komplizierten System der Fangquoten und Seetage nicht fangen dürfen, wieder über Bord zu werfen.„Geht den Fischern beispielsweise beim Kabeljaufang ein Schwarm Seeteufel ins Netz, müssen sie diesen wertvollen Speisefisch ins Meer kippen, wenn sie keine Fangquote dafür haben“, erläutert Dill.

Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation werden so jährlich weltweit rund 20 Millionen Tonnen Fisch vernichtet (das SJ berichtete). Nun landen die Cuxhavener Fischer mit ihren Hochseeschiffen den Beifang mit an. „Das sind Meerestiere, die wir gut verwerten können und die uns die Deutsche See abnimmt“, betont Schmidt. Der Beifang könne beispielsweise auf die Fangquote angerechnet werden.

Erste Protest-Tour

Die erste „Protest-Tour“, bei der jeweils zwei Kontrolleure der Bundesforschungsanstalt für Fischerei an Bord waren, ist erfolgreich gelaufen, findet Schmidt. 120 Tonnen Fisch sind gefangen worden, davon waren 160 Kilogramm Beifang, der so genannte Discard. „Für dieses Jahr sind noch zwölf weitere Reisen vorgesehen, dann will die Kommission entscheiden, ob die Testphase 2009 und 2010 fortgesetzt wird.“ Bei dem Projekt werden zunächst drei Kutter in der Nordsee eingesetzt.Lobbyismus und Tauschgeschäfte sind nach Ansicht der Fischer der Hemmschuh für faire Regelungen. Die EU wisse, dass die meisten Tiere es nicht überleben, wenn sie wieder über Bord geworfen werden.

Schmidt plädiert dafür, lieber Netze mit größeren Maschen einzusetzen, die bestimmten Tieren die Flucht ermöglichen. „So wird der Bestand geschont.“ Zudem müssten die Vorschriften für die Fanggebiete differenzierter ausfallen. Die Fischer dürften nicht über einen Kamm geschert werden. „Es ist zu einfach, uns die Überfischung der Meere vorzuwerfen.“ Wenn die Regeln nicht dringend verändert würden, verschlechtere sich die Bestandslage weiter, prognostiziert der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft.Entscheidendes Problem seien nach wie vor die stark abweichenden Vorschriften zwischen der EU und Fischereinationen wie Island und Norwegen.Das hat auch der Europäische Rechnungshof erkannt: „Die Bewirtschaftung der gemeinschaftlichen Fischereiressourcen ist gescheitert“, resümiert er und führt „unzuverlässige Fangdaten, kaum wirksame Inspektionen und unangemessene Systeme zur Verfolgung und Sanktionierung von Verstößen“ an (http://eca.europa.eu/portal/pls/portal/docs/1/673647.PDF).

Für Arne Schmidt (Foto, Copyright: Henning Haag) sind diese deutlichen Worte kein Wunder. „Wer sich zum Beispiel in norwegischen Gewässern nicht an die Vorschriften hält, bekommt eine so große Strafe aufgebrummt, dass er einpacken kann“, weiß er. In europäischen Gewässern hingegen gebe es oftmals nur Verwarnungen. Schwarze Schafe nutzten diese Lage gerne aus.

Hinzu komme, dass zunehmend ausländische Investoren deutsche Fischereien aufkauften, weil diese über vergleichsweise hohe Fangquoten verfügen, ergänzt Schmidt. „Da werden für alte Kutter Millionenbeträge bezahlt. Wir haben uns diesen Angriffen bisher erwehrt, weil wir in der Fischerei noch unsere Zukunft sehen.“ Viele Schiffe fahren zwar unter deutscher Flagge, seien aber im Besitz ausländischer Investoren, zum Beispiel von Franzosen und Holländern.Der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft appelliert an die EU, für Vorschriften zu sorgen, die für alle nachvollziehbar und fair sind. „Dabei sollte sie sich an Norwegen oder Island orientieren, wo kein Fischer eine Strafe riskiert.“

http://de.msc.org/

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guggr – Neue TV-Community

Die neue TV-Community will Fernsehfans vereinen und zum diskutieren animieren. Interessante Sache. „guggr ist Treffpunkt für TV-Fans und -Kritiker, für Zuschauer und Macher. Gemeinsam bilden wir alle auf guggr.de die erste interaktive Datenbank für TV-Neustarts, -Highlights und au§ergewöhnliche Fernsehereignisse und damit ein mediales Archiv der Gegenwart für die Zukunft.“ 

Bis Du auch ein guggr?

 

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Öl-Katastrophe im Regenwald

Phoenix strahlt zurzeit eine sehr sehenswerte Reportage über das Amazonas-Gebiet aus, die deutlich die eklatanten Schäden an Natur und Umwelt durch die Förderung von Öl zeigt. Zahlreiche Menschen leiden dort schon unter Krebs, und das Altöl wird einfach in Wasserlöcher gepumpt. Ein Drama!

Hier der Link zur Ankündigung.

„Wir kämpfen doch allein gegen alle“, sagt Marlon Santi, ein Quechua-Indianer aus Ecuador. Er lebt in dem Dorf Sarayacu, das sich schon seit Jahren gegen internationale Ölfirmen wehrt, die das Amazonas Gebiet erschließen wollen.

Eine Reise durch Ecuadors Regenwald, auf den Spuren der Ureinwohner, die um die Seele dieses magischen Gebiets kämpfen. Die schöne heile Welt des Amazonas gibt es schon lange nicht mehr, der Urwald ist bedroht. 1500 Kilogramm Sprengstoff sind von den Ölfirmen rund um Sarayacu vergraben worden.

Ein paar hundert Kilometer weiter nordöstlich ist der Urwald schon kontaminiert – im Gebiet vom Lago Agrio wird seit 40 Jahren Öl gefördert. Ecuador ist mittlerweile zum viertgrößten Erdöl-Exporteur Lateinamerikas aufgestiegen. In 45 Millionen Hektar großen Naturschutzgebieten mitten im Regenwald haben sich internationale Ölfirmen eingenistet und fördern den kostbaren Rohstoff.

Die nächsten Sendetermine:

Phoenix

So, 20.04.08, 07.30 Uhr

So, 20.04.08, 18.00 Uhr

 

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DSDS: Hartwich bei den Superstars

Hartwich beim „großen Benny“. Amüsant.

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Ulrich Klose klemmt die Hose

Was ist da los, Herr Klose???

 

 

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Homo-Ehe bei DSDS bringt „Bild“ in Schwulitäten

Oh Gott, oh Gott: „Ausgerechnet der Frauen-Schwarm“

Die Bild deckt auf. Und die Kollegen von bildblog.de haken nach:

Nicht weniger als vier „Bild“-Reporter haben mitrecherchiert und -geschrieben, um heute F., einer der Kandidaten von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS), als schwul zu outen.  Mehr bei bildblog.de.

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ARD-Gremien regen eigenen Jugendkanal an

Einig sind sich die ARD-Gremienvorsitzenden und -Intendanten immerhin schon einmal dabei, dass die ARD dringend auch wieder mehr jüngere Zuschauer erreichen muss. Volker Giersch, Vorsitzender der Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK), bezeichnete diese Aufgabe anlässlich der ARD-Hauptversammlung in Bonn gar als „essentiell für die Legitimation“ der Öffentlich-Rechtlichen. „Die Jugendansprache muss in den nächsten Jahren prioritäres Ziel bei der Weiterentwicklung aller ARD-Angebote sein, so Giersch. Mehr bei dwdl.de.

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Stölting: Wir müssen umdenken

Langen macht Demografischen Wandel zum Aktionsthema
Langen. Es geht nicht darum Schwarzmalerei zu betreiben, betont Burgfried Stölting, Demografie-Beauftragter der Stadt Langen. Doch die Stadt müsse nun schnell klären, „wie Langen sich in dieser wirtschaftlich relativ schwachen und schrumpfenden Region positionieren kann“. Zwar sei die Stadt noch gut aufgestellt, aber: „Andere Gemeinden im Landkreis haben in den vergangenen Jahren nachgezogen und vergleichbare Strukturen geschaffen“.

Deshalb hat Stölting seinen Gesamtbericht zur Lage der Stadt betitelt: „Den demografischen Wandel als Herausforderung für kommunales Handeln annehmen: Das Beispiel Stadt Langen.“ Demnächst soll die Übersicht auch als Bürgerbroschüre erscheinen.

Inzwischen unübersehbar

Die Zeichen für eine starke Strukturveränderung in der Bevölkerung seien inzwischen unübersehbar: Langen verliere seit 2004 Einwohner, die Zahl der Bauanträge stagniere, und die Zahl der Kinder und jungen Menschen nehme rapide ab. Gleichzeitig nehme der Anteil der älteren Menschen erheblich zu. „Die Geburtenrate liegt in Langen um fast 24 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 1,3 und ist die niedrigste im Landkreis Cuxhaven“, macht Stölting deutlich. Die wesentliche Ansatzpunkte, in denen sich die Stadt Langen in der Region positionieren könne, sind nach Stöltings Auffassung der Bildungsbereich, die Seniorenpolitik und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Stölting: „Für unverzichtbar halte ich in diesem Zusammenhang zunächst einmal die Herstellung eines politischen Konsenses darüber, dass in Zukunft nicht mehr Wachstum die kommunale Entwicklung bestimmten wird.“ Vielmehr müsse es um Nachhaltigkeit gehen.

Das erfordere zum Beispiel einen „erheblichen Umdenkungsprozess, gerade in der jahrzehntelang wachsenden und aufstrebenden Stadt Langen. Wer stellt schon gerne die Tatsache, dass eine Einrichtung mühsam gehalten werden konnte oder angesichts sinkender Kinderzahlen eine Kindergartengruppe geschlossen werden musste, um unnötige Kosten zu verhindern, als politisch sinnvollen Erfolg dar?“ Stölting plädiert dafür, mit Blick auf die Kindergarten-Entwicklung eine Elternbefragung vorzunehmen. Im Bereich der Bildung müsse es zu einer „Qualifizierungsoffensive“ („Stadt der Bildung“) kommen, die beispielsweise „musikalische Früherziehung für jedes Kind“ und „systematische Förderung der sportlichen Fähigkeiten“ umfasst.

Und in der Seniorenpolitik müssten Bedingungen geschaffen werden, „unter denen sich ältere Menschen in Langen wohlfühlen, und die ihnen ein interessantes und selbstbestimmtes Leben ermöglichen“. Dazu brauche Langen dringend mehr altengerechte Mietwohnungen, die zudem möglichst zentral liegen.

In einer Aktionswoche der ARD unter dem Motto „Mehr Zeit zu leben“ geht es auch um den Demografischen Wandel. Auftakt dazu wird ein bundesweiter Aktionstag mit 100 Gemeinden und Städten am Sonnabend, 19. April, sein, an dem sich Langen als einzige Kommune im Kreis Cuxhaven beteiligt.

Auf „Zeitreise“ gehen

„Eine Zeitreise durch Langen“: Unter diesem Motto öffnet das Rathaus an diesem Tag von 14.30 bis 17.30 Uhr. Zwei ganz besondere Cafés laden zum Besuch ein, das eine im Stil der 50er-Jahre eingerichtet und das andere futuristisch ausgerichtet auf das Jahr 2050. In den Gängen zwischen den beiden Cafés wird es Schaubilder mit Materialien zur jeweiligen Epoche und Informationen zum Thema Demografischer Wandel geben. „Auf diese Weise kann dann in ungezwungener Atmosphäre ein Dialog zwischen den Generationen und mit den interessierten Bürgern geführt werden“, freut sich der Demografie-Beauftragte.

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