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Die Medien, die Elbe-Weser-Region und weltweite Schlaglichter

Google gründet OpenSocial-Stiftung

Google, MySpace und Yahoo haben eine Stiftung gegründet, die sich um die Weiterentwicklung des Standards OpenSocial kümmern soll, der es ermöglicht, Daten und Programme zwischen Sozialen Netzwerken auszutauschen. Die Stiftung soll nun die „offene und transparente Weiterentwicklung“ von OpenSocial fördern, wie es im offiziellen Google Code Blog heißt. Mehr hier.

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Echte Brocken

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Erinnert sich noch jemand an die typischen Jahrmarkt-Lakritz-Lollies mit Schoko-Überzug? Als Kind jedenfalls habe ich mir bei jedem Marktbesuch einen solchen Lolly gekauft. Und bei meinem heutigen Apotheken-Gastspiel sind mir die „Salmiak-Brocken“ in die Hände gefallen. Gelungene Alternative – und echtes Jahrmarkt-Feeling!;)

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Anne Will weist Kritik zurück

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Die ARD-Moderatorin Anne Will hat Kritik an ihrer politischen Talksendung am Sonntagabend zurückgewiesen. „Am Sonntag nach dem ‘Tatort’ wollen die Zuschauer sehen, wie das politische Thema der Woche von den Persönlichkeiten der Woche diskutiert wird. Genau das machen wir“, sagte Will der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Niemand habe jemals gesagt, sie solle alles anders als ihre Vorgängerin Sabine Christiansen machen. „Das wäre auch ein ziemlicher Blödsinn“, sagte Will.

Ein internes Papier über die Polittalkerin hatte für Irritationen innerhalb der ARD gesorgt. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte am Donnerstag aus einem Bericht des neunköpfigen ARD-Programmbeirats zitiert, der bei Will „bislang keine deutlichen Änderungen gegenüber ‘Sabine Christiansen’“ festgestellt habe. Das Papier stamme aus dem Spätsommer 2007 und sei ihrer Meinung nach veraltet, sagte Will der Sonntagszeitung. Dass es jetzt an die Öffentlichkeit gelangte, habe wohl damit zu tun, dass im „komplizierten Konstrukt“ der ARD nicht immer alle dasselbe wollten.

Für Verbesserungen seien sie und ihre Redaktion offen, allerdings glaube sie, dass das Publikum das Konzept der Sendung annehme: „Wenn ich auf das Urteil der Zuschauer vertrauen darf, dann scheinen wir sehr viel richtig zu machen“, sagte die Moderatorin. Durchschnittlich sehen 3,9 Millionen Menschen „Anne Will“ im Ersten. Wills Talk startete im September 2007.

Das Interview der FAZ finden Sie hier.

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Gemeinsam werben

Dorum/Nordholz. Beim Thema der Interkommunalen Zusammenarbeit zwischen der Samtgemeinde Land Wursten und der Gemeinde Nordholz plädiert Wurstens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Neumann für ein gemeinsames Marketing der beiden Kommunen unter dem Titel „Wurster Nordseeküste“. Dieses werde er den politischen Gremien vorschlagen.

Mit einem Klick aufs Bild zur Webcam am Dorumer Tief

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Die Kooperation im Tourismus sei der erste wichtige Schritt, um künftig intensiver zusammenzuarbeiten. Nordholz sei nach wie vor der „Wunschpartner“ für die engere Zusammenarbeit. „Die Nordholzer sollen sich nicht an den Verlusten unserer Kurverwaltung beteiligen“, erläutert der Verwaltungschef. Vielmehr gehe es darum, sich zum Beispiel bei der Werbung abzustimmen. Zwischen Nordholz und Wursten soll es Ende April oder Mitte Mai erneute Gespräche geben. www.nordholz.de www.wursterland.de

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Neumann kämpft für neues Bad

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Verwaltungschef hält Schwimmbad-Neubau für unausweichlich – Drohende Verödung am Dorumer Tief
 

Dorum-Neufeld. Es wird ernst – Ende April, Anfang Mai: Dann wird der Rat der Samtgemeinde Land Wursten über „das Wohl und Weh der touristischen Entwicklung“ des Wursterlands entscheiden. So sieht es jedenfalls Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Neumann (SPD). Und deshalb kämpft er für den Neubau eines Sport- und Wellness-Bads in Dorum-Neufeld: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“

Die Planung für das Bad ist bereits fertig. Doch lässt die Samtgemeinde zurzeit noch prüfen, wie teuer die Sanierung des bestehenden Wellenbads am Dorumer Tief werden würde. „Die Tendenz geht dahin, dass die Sanierung fast genauso kostenaufwendig wäre wie ein Neubau – und da hätten wir längst nicht den Standard, den wir mit einem Neubau erreichen können und den wir brauchen“, sagt Neumann, der optimistisch ist, für die neue Planung erhebliche EU-Fördermittel einwerben zu können. „Bei einer Sanierung bekämen wir kaum Förderung, höchstens im Bereich der Energiesysteme.“ Der Neubau könnte eine bis zu 75-prozentige Förderung erhalten. Um aber weiterplanen zu können, benötigt der Verwaltungschef das Ja des Rates. „Und es muss eine klare Entscheidung sein, um nach außen zu signalisieren, dass wir das neue Bad wollen.“ Ein Appell an die Politik, die noch unschlüssig ist.

„Das war die Grundlage“

Vor fast 40 Jahren habe der Rat der Gemeinde Dorum eine historische Entscheidung für den Tourismus in Wursten getroffen, als er sich für den Bau des Wellenbads aussprach. „Das war die Grundlage für die positive Entwicklung des Tourismus‘ in Land Wursten, in Verbindung mit der Schaffung des Cuxland- Ferienparks“, meint Neumann. Da das Bad das „Herzstück“ dieses Erfolgs sei, müsse hier dringend investiert werden. Ansonsten prognostiziert Neumann eine düstere Zukunft: „Mittel- bis langfristig würde es mit dem Tourismus in Land Wursten bergab gehen“. Es sei den Gästen nicht zuzumuten, auf ein anderes Schwimmbad im Landkreis zu verweisen. Bei 1,1 Millionen Übernachtungen und mehr als 70000 Feriengästen pro Jahr müsse Land Wursten die nötige Infrastruktur schon stellen. „Nur mit Grünstrand, Wasser, Deich und Kühen können wir nicht bestehen“, warnt der Samtgemeindebürgermeister vor der zunehmenden nationalen Konkurrenz. Auch im Hinblick auf die Fördermittel, denn die Zahl der Anträge aus allen Landesteilen nehme stetig zu. Wenn nicht schnell etwas passiere, drohe am Dorumer Tief eine Verödung. „Katastrophal wäre es, wenn wir das Bad gänzlich schließen müssten.“ Denn die Mängelliste wird immer länger. „Das ist kein Zustand mehr“, betont der Verwaltungschef. Nach derzeitigem Stand könnte es darauf hinauslaufen, dass selbst bei einer Sanierung ein Anbau nötig wird: „Um die notwendige neue Technik unterzubringen, die wesentlich umfangreicher ist.“

Klar ist aber schon jetzt, dass selbst die Sanierung ein Millionenprojekt wäre. Für den Neubau sind nach derzeitigen Schätzungen neun Millionen Euro angesetzt.Das neue Bad, das in den Plänen die Form eines Achtecks hat, soll neben Möglichkeiten zum sportlichen Schwimmen (Erdgeschoss) auch einen Wellness- und Saunabereich umfassen (Obergeschoss).

Einsturzgefährdet

Auch für die Umgestaltung des Dorumer Tiefs werden enorme Finanzmittel benötigt: zirka zwei Millionen Euro netto. Hier rechnet die Samtgemeinde mit der Förderung durchs Landwirtschaftsministerium. Die Nordpier drohe einzustürzen und müsse dringend saniert werden. „Wir wollen auch die Kutter-Liegeplätze für die Fischer attraktiver gestalten, zum Beispiel mit neuen Tankvorrichtungen“, berichtet Neumann.Um das klassische Bild der Fischkutter zukünftig sichern zu können, kümmert sich die Samtgemeinde auch darum, über den örtlichen Förderverein Ausflugsschiffe herzurichten. Bald soll neben der „Nordstern“ auch die „Ruth Albrecht“ Gästefahrten anbieten.

Hier einen Blick auf die Pläne werfen.

Eingetragen unter:Bremerhaven, Elbe-Weser-Region, Landkreis Cuxhaven

Nur „überschlägig betrachtet“

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Unfall Drangstedt: Bremerhavener Polizei wirft Landkreis-Kollegen Versäumnisse vor – Verfahren läuft

Kreis Cuxhaven/Bremerhaven. War das Verfahren zu früh eingestellt worden? Und wurden entscheidende Hinweise nicht ordentlich ausgewertet? Die Staatsanwaltschaft Bremerhaven hat im Fall des schockierenden Autounfalls vom 5. Oktober 2006 in Drangstedt jetzt doch Anklage erhoben. Bei entsprechenden Nachermittlungen hat die Polizei Bremerhaven erhebliche Ermittlungsdefizite ausgemacht, die sie den Kollegen im Landkreis vorhält.

Die beiden Mädchen Jenny (16) und Jasmin (18) waren bei dem Unglück ums Leben gekommen. Der BMW war ins Schleudern geraten und gegen zwei Bäume geprallt (das Sonntagsjournal berichtete). Jennys Mutter ist inzwischen als Nebenklägerin zugelassen. Sie hatte eine Neuaufnahme des Verfahrens zusammen mit ihrem Anwalt vorangetrieben, weil sie der Auffassung ist, dass der Vorgang von der Polizei nicht sorgfältig zu Ende geführt wurde. Bereits am 1. November 2006 war das Verfahren eingestellt worden. Nun soll es im Hauptverfahren, das im Sommer stattfinden könnte, vor allem darum gehen, warum viele entscheidende Fakten für den Unfallhergang nicht berücksichtigt worden sind, wie es die Polizei Bremerhaven feststellt. In einem Abschlussbericht kommt sie zu dem Fazit, dass bei dem Unfall eine eindeutige „fahrlässige Tötung“ vorliege.

20-seitiges Gutachten

Dies hätte auf Grund der Datenlage ganz klar gesehen werden müssen, meinen die Bremerhavener Polizisten und untermauern dies durch ein 20-seitiges Gutachten eines unabhängigen Experten. Zuvor hatte nur ein Einsatzbericht eines Sachverständigen vorgelegen, der die Situation „überschlägig“ betrachtet hatte. Zudem sei das Fahrzeug nicht korrekt ausgemessen, zu früh freigegeben, und Fotos von der Unfallstelle seien nicht ausgewertet worden. Das, so heißt es im Nachermittlungsbericht, sei „nicht nachvollziehbar“. Auch sollen den Bremerhavener Polizisten Unterlagen zunächst vorenthalten worden sein. Die Fahrerin – damals 18 Jahre alt und die beste Freundin der beiden Mädchen – hatte gerade ihren Führerschein und sei nach dem nun vorliegenden Gutachten mit „minimum 100 Kilometer pro Stunde auf regennasser Fahrbahn“ zu schnell gefahren. Zudem habe sie ihre Sehhilfe nicht getragen. Die Aktenlage zeige klar, dass es sich nicht um einen Wildunfall gehandelt habe und das Fahrzeug auch von keinem anderen Wagen geschnitten worden sei, wie es zunächst auch geheißen hatte. Ebenso sei keine Vollbremsung erfolgt.

„Das neue Verfahren macht die beiden Mädchen nicht wieder lebendig“, lauten Kommentare aus dem Freundes- und Bekanntenkreis der verstorbenen Mädchen. „Und am Ende hat niemand etwas davon.“ Ohnehin habe die Fahrerin, die das schwere Unglück überlebte, doch schon genug Lasten zu tragen. So bewerteten auch Seelsorger auf SJ-Anfrage die Lage. Und: Die Mutter, die nun klagt, könne psychisch noch tiefer fallen, wenn das Verfahren nicht so ausgehe, wie sie es sich vorstelle.

Mit der Sache abgeschlossen

Die Familie der bei dem Unfall getöteten Jasmin hat derweil keine juristischen Schritte unternommen und mit der Sache abgeschlossen.„Aber das interessiert mich auch nicht. Jeder hat seine eigene Art, so eine Sache zu verarbeiten“, sagte Rechtsanwalt Bernd Fiesseler dem Sonntagsjournal. Er vertritt die Mutter von Jenny. „Meine Mandantin ist mit der Art und Weise, wie in diesem Verfahren von der Polizei gearbeitet wurde, nicht einverstanden gewesen. Und sie hat ein Recht darauf, dass es ein für alle Seiten faires Verfahren gibt“, betont er.Dabei sei das Strafmaß nicht entscheidend, sagt Fiesseler. Die Mutter wolle nur Gewissheit, dass die offenen Fragen abgearbeitet worden sind. Finanzielle Interessen stünden nicht dahinter, schließlich habe es mit der Lebensversicherung ihrer verstorbenen Tochter keine Probleme gegeben. Wie das Strafmaß ausfallen könnte, ist unklar. „Denkbar wäre eine Verwarnung mit Führerschein-Nachschulung“, wagt Fiesseler einen Kommentar. Sein Thema aber ist die Polizeiarbeit: „Es kann nicht angehen, dass Beweise nicht erfasst werden. Hier sind zwei Mädchen ums Leben gekommen. Da kann man doch nicht ruck, zuck die Akte zuklappen, ohne die Vorgänge genau zu betrachten und zu bewerten.“ Den nun vorliegenden Nachermittlungsbericht aus Bremerhaven betrachtet der Anwalt als „Steilvorlage“.

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