Erleichterung für die Boulevard-Presse: Das Bundesverfassungsgericht hat die Rechte von Verlagen bei der Bildberichterstattung gestärkt. Fotos von Prominenten wie Prinzessin Caroline sind generell erlaubt, auch wenn sie das Privatleben abbilden. Mehr dazu bei Spiegel.de.
Anhaltende Kritik und sinkende Quoten – Showlegende Thomas Gottschalk denkt über sein Ende bei „Wetten, dass ..?“ nach. „Es ging immer rauf, aber irgendwann bist Du oben. Und dann gibt’s halt nur noch eine Richtung.“ In einem Interview verrät er, warum Hape Kerkeling nicht sein Nachfolger werden würde.
Thomas Gottschalk denkt manchmal daran, mit „Wetten, dass ..?“ Schluss zu machen. Er sagte dem „Zeit-Magazin Leben“ zur anhaltenden Kritik an seiner Arbeit und zurückgehende Einschaltquoten: „Es ging immer rauf, aber irgendwann bist Du oben. Und dann gibt’s halt nur noch eine Richtung.“ Der Moderator, der seit fast 21 Jahren mit einer Unterbrechung die große ZDF-Samstagshow präsentiert, bekannte: „Der Spaß ist noch da, aber die Wurschtigkeit ist weg. Manchmal spüre ich einen Druck, den ich früher nicht kannte. In solchen Momenten frage ich mich manchmal schon, ob ich mir das noch antun muss.“ Mehr bei AOL.
Unter dem kuriosen Sendernamen Bratwurst TV will der radikale Fernsehmacher Andre Zalbertus künftig weltweit Zuschauer für „good news“ gewinnen.
Den ersten „global zu empfangenden ‘good-news’-Sender der Welt“ will Andre Zalbertus, der bereits mit der Gründung der Regional-TV-Gruppe Center TV auf sich aufmerksam mache, bald starten. Der Name des ambitionierten Projekts, mit dem Zalbertus nicht nur die Zuschauer begeistern, sondern auch die Vertreter der Absatzwirtschaft als Partner gewinnen will: Bratwurst TV. Passend zum Namen soll der Sendestart am 24. Mai erfolgen. Dann berichtet der Sender live von der Deutschen Grillmeisterschaft in Monheim.
Der Sender wird seine Inhalte – wie auch die regionalen Varianten Center TV – von Videojournalisten beziehen, berichtet das Branchenmagazin „Kontakter“. In Köln werden auch interessierte Zuschauer als so genannte „Veedels-Reporter“ rekrutiert. Laut „Kontakter“ sollen im Mittelpunkt des Programms von Bratwurst TV Reportagen von deutschen Monumenten und Ereignissen wie dem Oktoberfest stehen. Das Thema Bratwurst solle sich dabei wie ein roter Faden durch das Programm ziehen.
…der darf natürlich auch bei Youtube nicht fehlen, wo es ja mittlerweile nichts gibt, was es nicht gibt… Auch ruhig mal in die Kommentare schauen, lohnt sich.
Nordholz. Aus der Politik lag zur Ratssitzung in Nordholz kein Antrag auf Abberufung des Ratsvorsitzenden vor. So würde nach der Neuaufstellung des Gremiums wohl fast alles beim Alten bleiben, wenn Bürgermeister Bernhard Jährling (SPD) nicht kurzerhand in seiner Funktion als Ratsmitglied einen entsprechenden Antrag (Foto) bei sich selbst als Bürgermeister eingereicht hätte. Nun steht auch fest, warum: Jährling will Ratsvorsitzender werden.
Mit seinem Vorgehen hat der Bürgermeister offenbar selbst die Fraktion der SPD brüskiert. Denn deren Vorsitzende Isolde Hallemeier hatte im Vorfeld der Ratssitzung noch mit der Gruppe aus Heinz Walter (Grüne), Sascha Warnecke (FDP) und Frank Chrzanowski (unabhängig) über eine künftige Kooperation verhandelt. Dabei seien „weitreichende und unangeforderte Zusagen gemacht worden“, betont Chrzanowski.Ein „wesentlicher Punkt“ dabei war der Ratsvorsitz, der bislang von Sascha Warnecke (FDP) wahrgenommen wird. „Hier wurde von der SPD kein Anspruch angemeldet, da dafür keine Notwendigkeit gesehen wurde. Uns wurde zugesichert, dass es so mit der SPD-Fraktion abgestimmt war“, berichtet das unabhängige Ratsmitglied.
Doch letztlich kam alles anders. „Die Mehrheitsverhältnisse im Rat haben sich nun mal zu Gunsten der SPD verändert“, sagt Jährling. Und deshalb habe er selbst einen Antrag für die Abberufung des Ratsvorsitzenden und seiner Stellvertreter gestellt. Warum der Antrag nun ausgerechnet von ihm kommt und nicht aus der Fraktion? „Das ist mein Recht als Ratsmitglied“, stellt der Bürgermeister klar. Im Übrigen halte er es für sinnvoll, wenn „alles in einer Hand“ sei, und deshalb sei er auch bereit, den Ratsvorsitz zu übernehmen. „Das war ich schließlich schon mal.“ Jährling hatte diesen Posten 2001 abgeben müssen, als die CDU zur stärksten Fraktion im Rat wurde.
Elke Jährling Vorsitzende
Bei der Nordholzer SPD ist inzwischen Elke Jährling, die Ehefrau des Bürgermeisters, zur neuen Vorsitzenden bestimt worden. Chrzanowski geht davon aus, dass der Rücktritt der vorherigen Vorsitzenden Bettina Döscher mit den internen Querelen zu tun habe. Döscher hatte das Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt. Chrzanowski: „Respektvoll erkennen wir an, dass Frau Döscher die Entscheidung getroffen hat, nachdem sie ihr gegebenes Wort nicht einlösen durfte.“Dem SJ sagte Döscher, die Entscheidung für ihren Rücktritt sei schon im August 2007 gefallen: „Das ist wirklich Zufall.“ Allerdings verhehlt sie auch nicht, dass sie die Vorgänge „kritisch“ bewertet. „Denn wenn ich meine Zusagen nicht einhalten kann, ist das natürlich ein Problem.“ Aber letztlich habe die SPD-Mitgliederversammlung das Vorgehen so bestimmt.
Drangstedt. Der Wagen war völlig zerquetscht und bot ein grausames Bild. Der Autounfall in Drangstedt, bei dem am 5. Oktober 2006 die beiden Mädchen Jenny (16) und Jasmin (18 Jahre) tödlich verunglückt sind (das SJ berichtete), hat die Menschen im Landkreis schockiert. Jetzt, fast eineinhalb Jahre später, soll der Fall nach SJ-Informationen von der Justiz neu aufgenommen werden. Damals war er kurz nach dem Unfall eingestellt worden. Wie das Sonntagsjournal aus Justizkreisen erfuhr, soll nach dem Unglück „nicht mit der gebotenen Sorgfalt ermittelt worden sein“.
Inzwischen sei von der Staatsanwaltschaft Anklage erhoben worden, bei der es um „fahrlässige Tötung“ gehe. Eine Mutter tritt dabei als Nebenklägerin auf. Die Details zum Verfahren sind zunächst noch unklar. Wie die Polizei damals mitgeteilt hatte, soll das Fahrzeug ins Schleudern geraten sein, weil die Fahrerin „vermutlich einem Reh ausweichen wollte“. Die beste Freundin der Mädchen hatte sich das Auto ihres Freundes geliehen, um Jenny und Jasmin nach Hause zu fahren.Die Drei hatten den Abend zusammen verbracht, sich viel erzählt und waren in Bremerhaven noch essen gegangen. Die Heimfahrt auf der Landesstraße 120 in Richtung Drangstedt geriet zur Katastrophe. Der Wagen prallte frontal gegen einen Baum. Die Fahrerin überlebte, wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Jenny verstarb bereits an der Unfallstelle, Jasmin erlag kurz darauf in einer Klinik ihren Verletzungen.
Mit unzähligen Blumen, Briefen und Kerzen drückten Freunde, Bekannte und Anwohner an der Unfallstelle ihre Anteilnahme aus. Heute finden sich dort Kreuze in Erinnerung an die beiden Mädchen.„Warum? wieso? wozu?“ Das Ereignis lässt insbesondere die Freunde der Jugendlichen nicht los. „Wir werden euch nie vergessen. Es ist unfassbar, dass ihr nicht mehr da seid.“ Das Kondolenzbuch im Internet verzeichnet 668 Einträge. Auch in mehreren Videos im Netz drücken sie ihre Trauer aus: „Es gibt Dinge, die man einfach nicht begreifen kann.“