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Die Medien, die Elbe-Weser-Region und weltweite Schlaglichter

Google und kein Ende…

Google erfasst das ganze Leben

Google will das Werbeunternehmen Doubleclick übernehmen – mit Genehmigung der EU-Kommission. Es entsteht die wohl größte Datenbank der Welt, die menschliches Verhalten protokolliert. Mehr bei der Zeit.

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Müller-Milch bleibt „Gen-Milch“

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Alles Müller, oder was!? Müller-Milch bleibt „Gen-Milch“

Juristischer Erfolg für Greenpeace: Die Umweltschutzorganisation darf die Produkte der Molkerei Müller auch weiterhin als „Gen-Milch“ bezeichnen.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe wies am Dienstag eine Revision des Müller-Konzerns zurück, nachdem das Oberlandesgericht (OLG) Köln die Bezeichnung bereits in der Vorinstanz als Meinungsäußerung gewertet hatte. Müller hatte auf Unterlassung geklagt. Den Begriff „Gen-Milch“ hatte Greenpeace vor mehreren Jahren unter anderem auf Plakaten benutzt, um auf die genmanipulierten Pflanzen im Tierfutter der Theo Müller GmbH & Co. KG (Aretsried/Bayern) hinzuweisen. Mehr bei Zoomer.de.

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WDR und WAZ kooperieren im Internet

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Düsseldorf. Der WDR und die WAZ-Mediengruppe arbeiten künftig bei Informationsangeboten für das Internet zusammen. Dazu wird die größte ARD-Anstalt dem von der WAZ betriebenen Nachrichtenportal «DerWesten.de» gegen Bezahlung regionale Radio- und Fernsehbeiträge anbieten, wie beide Medienhäuser am Dienstag in Düsseldorf bekanntgaben. Es ist damit die erste Online-Zusammenarbeit eines öffentlich-rechtlichen Senders und eines Verlagshauses in Deutschland. Die privaten Rundfunk- und Fernsehbetreiber kritisierten das Projekt. Die WDR-Beiträge werden der Vereinbarung zufolge für das Internetangebot der WAZ unverändert übernommen. Nach den geltenden mediengesetzlichen Regelungen dürfen sie auch nicht mit Werbung versehen werden, wie es weiter hieß. Nutzer des WAZ-Internetportals können die WDR-Beiträge kostenlos abrufen. Vereinbart wurde zunächst eine auf ein Jahr befristete Pilotphase. Danach wollen sich WDR und WAZ über eine Verlängerung der Zusammenarbeit verständigen. Mehr beim ddp.

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Nordsee-Dubai mit Aha-Effekt

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Das SJ guckt genau hin: Bremerhaven und das Cuxland bei der Internationalen Tourismus-Börse (ITB)

Berlin. In Dubai (Halle 22) servieren junge, in edle Seidentücher gehüllte Damen den Gästen eine Tasse Tee, während diese über das Tourismusgeschäft am Persischen Golf philosophieren. Das „Dubai an der Nordsee“, wie mancher gern mit einer gewissen Portion Zynismus sagen mag, liegt gar nicht weit entfernt: In Halle 6 der Internationalen Tourismusbörse (ITB) präsentiert Hennig Goes die Havenwelten.

Bremerhaven – Meer erleben. Jetzt mit neuer Skyline, dem „Atlantic Hotel Sail City“, gebaut wie ein Segel. „Nicht alles, was in der Form ein bisschen bauchig ist, ist in Dubai“, kommentiert Hennig Goes, Chef-Touristiker der Seestadt, und sein Kollege Jochem Schöttler setzt noch eins drauf: „Wo passt diese Segelform besser hin als nach Bremerhaven!?“ Überhaupt sei der Vergleich mit Dubai bei den Verantwortlichen in der Urlaubsbranche kein Thema. Höchstens im Ausland werde darüber mal gesprochen. „Aber wenn diejenigen unser Hotel dann sehen, ist das für sie ein Aha-Effekt“, meint Schöttler.

Klar ist: Das Interesse an Bremerhaven als Tourismusstandort wächst auf Grund der neuen Attraktionen besonders. Das zeigen die Nachfragen am Stand Bremen/Bremerhaven von Vertretern der Reiseveranstalter, vor allem in Sachen Hotel, Auswandererhaus und Klimahaus. Auch, wenn Goes und Schöttler betonen, dass es sich um ein jahrelang erarbeitetes Wachstum im Städtetourismus handelt.Neugierige Blicke der Besucher auf die Modelle vom Alten/Neuen Hafen und dem Klimahaus. Rege Nachfrage nach Informationsmaterialien. „Das ist eine sehr positive Entwicklung in Bremerhaven“, sagt der Vertreter einer Unternehmensberatung, die sich demnächst auch am Alten/Neuen Hafen ansiedeln will. „Das hat dort einen besonderen Charme.“ Uwe Kuhlmann von der Bremerhavener Wirtschaftsförderung BIS verteilt efrig die neue Ausgabe der „Windrose“ mit den neuesten Fotos von der Havenwelten-Baustelle.

„Kein Trittbrettfahrer“

Ohne Zweifel: Bremerhaven habe es geschafft, nicht mehr als „Trittbrettfahrer des Cuxland-Tourismus“ zu gelten, sondern als „touristisches Oberzentrum“ in der Region, trumpft Goes auf. Es gehe aufwärts, das belegen auch die Hotelbuchungen „und das große Interesse der Reiseveranstalter“, sagt Schöttler. Für Juni sei die Stadt bereits ausgebucht – und das noch vor dem Termin der „Lütten Sail“ und obwohl das neue Konferenzcenter noch nicht eröffnet ist.Deshalb sehen die Bremerhaven-Werber hier auch dringenden Handlungsbedarf: „Wir brauchen unbedingt mehr Hotelzimmer in der Stadt.“ Das Europa-Center neben dem Auswandererhaus sei der nächste wichtige Schritt dahin. Goes: „Das wird gut 150 Zimmer mehr bringen. Das wird etwas. Es hat gerade erfolgversprechende Gespräche mit den Investoren gegeben.“ Die Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden laufe beim Tourismus sehr positiv. „Wir ergänzen uns wunderbar“, sagen er und Schöttler zum Cuxland. Im Hinblick auf das Nordseeheilbad Cuxhaven aber noch mit gebremstem Schaum. Denn die Kooperation mit den Cuxhavenern lässt zu wünschen übrig, urteilen auch die Cuxland-Gemeinden.

Uraltes Hauptproblem ist die fehlende gemeinsame Kurkarte für die Region – eine „Entdeckercard“ nur für Bremerhaven und das Cuxland. „Auf Grund der Rechtslage“ sei noch keine Lösung gefunden worden, zieht sich Cuxhavens Kurdirektor Erwin Krewenka auf die Paragrafen zurück.Cuxhavens Marketingleiter Jochen Kugler hingegen sieht die Politik in der Verantwortung, die Sache voranzutreiben, um die Frage des Finanzausgleichs zu klären. Letzlich gehe es darum, wer welche Angebote vorhalte. Grundsätzlich ergänzten sich das Repertoire von Bremerhaven und Cuxhaven sehr gut, betont Kugler, während er Fischdosen mit Kugelbake-Motiv verteilt. „Wir verfügen über reichlich Bettenkapazitäten und haben einen richtigen Strand. Aber es ist doch klar, dass die Leute auch die Attraktionen in Bremerhaven besuchen.“Das Nordseeheilbad hat sich auf der ITB mit den Cuxland-Gemeinden unter die Beteiligten des Stands „Die Nordsee“ im Bereich „Niedersachsen“ gemischt, zwischen viele Inseln. Zu Fuß etwa Hundert Meter von Bremerhaven entfernt. „Wenn wir hier einen gemeinsamen Stand mit dem Cuxland gebildet hätten, wären wir untergegangen“, meint ein BIS-Mitarbeiter beim Blick zur „Nordsee“.

Breites Medienecho

Mittwoch präsentierte sich das „Klimahaus 8° Ost“ bei einer ITB-Pressekonferenz. Das Bundesumweltministerium übernimmt die Schirmherrschaft für die Erlebnis-Ausstellung, die am 1. März 2009 eröffnet werden soll und schon ein breites Medienecho hervorruft, freut sich Marieke Sander, zuständig fürs Marketing.

Das neue „Sea-Life-Center“ für Cuxhaven, die Sportveranstaltungen im „Stadion am Meer“ und Großveranstaltungen wie „Open Ship“ waren Themen, die Krewenka Donnerstag bei der Pressekonferenz „Cuxhaven“ vorstellte – zwischen den Konferenzen von „Flandern-Brüssel“ und „Zypern“. Seit das Nordseeheilbad (2006: 2,9 Millionen Übernachtungen) die Kölner Agentur „Mundo Marketing“ angeheuert hat, muss der Kurdirektor mehr Selbstbewusstsein zeigen und müht sich etwas, Cuxhaven jung und frisch zu verkaufen: „Wir bleiben hart am Wind.“

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„Tür nach Dorum nicht zuschlagen“

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Haben die Diskussion über eine Zusammenlegung von Nordholz und Wursten angeschoben (von links): Wurstens SPD-Fraktionsvorsitzender Henry Kowalewski, Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Neumann und CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Iben. 

Weiter Debatte um Gemeinde-Fusion – Es knirscht im Gebälk
 

Nordholz/Dorum. Mit kargen Worten speiste der Nordholzer Bürgermeister Bernhard Jährling die Wurster ab. Ein Gutachten über eine mögliche Zusammenlegung von Nordholz und Wursten zu einer Samtgemeinde sei „nicht erwünscht“. Wer zumindest mit einer Ratsdebatte über das Ansinnen der Wurster gerechnet hatte: Fehlanzeige. Doch nach dem Zerfall der Mehrheitsgruppe rumort es hinter den Kulissen.

Im Zweifelsfall will die Gruppe aus Grünen/FDP und Chrzanowski eine Bürgerentscheidung über eine mögliche Fusion herbeiführen. Sollte es Nordholz nicht gelingen, ein tragfähiges Konzept für mehr finanziellen Freiraum zu erstellen, „dann werden wir nicht zögern, eine Lösung zu fordern, die auch einen Zusammenschluss mit Land Wursten nicht ausschließt. Dafür brauchen wir dann jedoch kein Entscheidungsgutachten, sondern die Entscheidung der Nordholzer Bevölkerung“. Die Verwaltung sei mit dem vorliegenden einstimmigen Ratsbeschluss nun aufgefordert, „die erforderlichen Gespräche zu führen und ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten. Dieses soll konkrete Projekte enthalten, die möglicherweise im Rahmen einer Prioritätenliste verwirklicht werden können“. Ziel ist, eine interkommunale Zusammenarbeit „mit allen in Frage kommenden Kommunen und Institutionen zu prüfen“. Die Tür Richtung Dorum dürfe nicht zugeschlagen werden, betont das unabhängige Ratsmitglied Frank Chrzanowski: „Es wird lediglich klargestellt, dass Nordholz zunächst im Rahmen der Selbsthilfe versuchen wird, sich einen größeren finanziellen Freiraum zu verschaffen, um sich so die volle Selbstverwaltung zu erhalten.“

Unterdessen gibt es hinter den Kulissen Krach wegen des Antrags, den Ratsvorsitzenden Sascha Warnecke (FDP) und dessen Stellvertreter Friedrich-Wilhelm Müller-Meinhard (CDU) und Chrzanowski wegen der neuen Mehrheitsverhältnisse abzuberufen. Diesen hatte Jährling (SPD) unter seiner Privatadresse an die Gemeinde Nordholz gestellt. Schließlich musste er seinen Antrag – der dem Sonntagsjournal vorliegt – im Rat von der Tagesordnung nehmen, der interne Druck war offenbar zu groß. Offiziell teilte Jährling schließlich mit, es habe „Formale Fehler“ gegeben.

„Persönliche Kosequenzen“

Im Vorfeld der Sitzung habe seine Gruppe mit der SPD ausgemacht, dass diese keinen Anspruch auf den Ratsvorsitz erhebt. „Es ist uns sogar zugesichert worden, dass ein entsprechender Antrag Dritter von der SPD zurückgewiesen wird“, berichtet Chrzanowski, der nun „persönliche Konsequenzen der SPD-Fraktionsspitze“ fordert. „Es wird künftig schwer sein, mit einer Fraktion zusammenzuarbeiten, deren Vorsitzende ein gegebenes Wort nicht halten darf.“ Im Gespräch mit dem Sonntagsjournal sagte Isolde Hallemeier, SPD-Fraktionsvorsitzende, sie habe eine andere Position vertreten als die SPD-Mitgliederversammlung. „Aber das ist ein demokratischer Prozess. Da müssen persönliche Interessen zurückstehen“. Sie habe in Gesprächen mit Grünen/FDP und Chrzanowski im Vorfeld der SPD-Mitgliederversammlung nur Standpunkte ausgelotet. Es mag dabei „der falsche Eindruck entstanden“ sein, dass in diesen Gesprächen bereits Entscheidungen gefällt worden seien.
 

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Unbequeme Fragen

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Die beschädigte Tragfläche, wie sie von Passagieren fotografiert wurde.

Nach Beinahe-Katastrophe: Dorumer und weitere Fluggäste schreiben Brief an Lufthansa

Von Dirk Bliedtner

Dorum/Hamburg. Passagiere des Flugs „LH 044 München – Hamburg“, der Anfang März nur knapp einer Katastrophe entgangen ist, haben jetzt die Lufthansa aufgefordert, Stellung zu beziehen. „Wir haben von der Lufthansa bis zum heutigen Tage nichts gehört. Von Betreuung keine Spur. Es gab nicht mal einen Brief“, berichtet der Dorumer Tom Maresch. Er war an Bord der Maschine – auf Platz 18A.

Maresch (31), Unternehmer im Bereich des Segelsports, ist relativ häufig mit dem Flieger unterwegs. Ihn bringt deshalb so schnell auch nichts aus der Ruhe. „Ich habe versucht, die beiden Damen auf den Plätzen neben mir zu beruhigen“, berichtet er. „Wenn die mitgekriegt hätten, dass das Flugzeug mit den Tragflächen den Boden berührt hat, dann wären die total ausgeflippt.“ Passagier beruhigt PassagiereWeil ein Passagier, der täglich fliegt, an Bord der Maschine auf die Leute eingeredet habe, sei keine Panik ausgebrochen. „Er hat erklärt, warum die Maschine noch einmal durchstartet.“ Dennoch: Die Menschen an Bord der Maschine durchlebten Minuten voller Todesangst. Alles im Flugzeug bewegte sich, es wurde lauter und lauter.

Extreme Belastungen

„Ich sah, wie sich der Flügel in Richtung Landebahn bewegte und dann aufschlug. Es ist unbeschreiblich, was einem da durch den Kopf geht. Am schlimmsten waren die Schrecksekunden, die für eine Anspannung im ganzen Körper sorgten“, sagt Maresch, der nach dem Flug einen Anschlussbus nach Bremen erwischen musste. „Von psychologischer Betreuung der Fluggäste, wie es die Lufthansa sagt, habe ich nichts mitbekommen. Wir haben ganz normal unser Gepäck abgeholt.“ Auf Grund des Orkans „Emma“ waren die Passagiere eines geplanten Flugs von München nach Bremen umgebucht worden, deshalb auch der Anschlussbus nach Bremen. Maresch: „Wir hatten in München schon lange auf die Maschine warten müssen.“ Und dann das: Beim Landeanflug auf den Hamburger Flughafen geriet der Airbus 320-200 „Suhl“ wegen der Sturmboen bedrohlich ins Schlingern – soweit, dass die linke Tragfläche beschädigt wurde. Die Piloten starteten sofort wieder durch, „trotz der deutlich sichtbaren Beschädigung des Flügels. Nachdem das Flugzeug wieder an Höhe gewonnen hatte, kündigte der Pilot an, ‚eine weitere Landung zu versuchen‘, dieses Mal auf einer anderen Landebahn mit einer günstigeren Windrichtung“, schilderten die Passagiere jetzt in einem Schreiben an die Lufthansa, das dem Sonntagsjournal vorliegt.

„Unter erheblichem Schock“

„Dieser zweite Landeanflug gelang sodann vergleichsweise unproblematisch. Die Empfindungen der Passagiere in der Zwischenzeit können Sie sich möglicherweise vorstellen. Nicht wenige standen auch danach noch unter erheblichem Schock“, berichtet Dr. Hein Bölling, Sprecher der Passagiere und Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Bremen. Es bleibe die Frage, „ob es zu verantworten war, bei diesen lange bekannten Witterungsverhältnissen den Flugbetrieb nach Hamburg zu diesem Zeitpunkt überhaupt wieder aufzunehmen“, heißt es in dem von Bölling und weiteren Passagieren verfassten Brief an die Fluggesellschaft.

Auf SJ-Anfrage wollte sich die Lufthansa nicht zu dem Schriftverkehr äußern.„Ich setze mich aber jederzeit wieder in ein Flugzeug“, sagt Maresch rückblickend. Er habe volles Vertrauen in die Piloten. „Die beiden sind weder Schuldige noch Helden. Sie sind professionelle, lobenswerte Piloten.“ Das hätten die Passagiere auch mit lange anhaltendem Beifall deutlich gemacht.

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