Das „Schreckgespenst“ einer Fusion von Land Wursten und Nordholz geisterte immer mal wieder durch die Gegend – hartnäckig, jahrelang. Und wer genau hinsieht, weg von persönlichen Befindlichkeiten, erkennt: Es ist gar kein Schreckgespenst. Für die Wurster und die Nordholzer steckt in dieser Debatte eine Fülle von Zukunfts- und Entwicklungschancen, besonders im Tourismus. Die starke Einheit Wurster Nordseeküste ist eine tolle Vorstellung. Die Potenziale müssen genutzt werden – und das ist machbar, ohne dass eine Seite ihre Identität aufgeben muss. Ein mutiger Schritt in die Zukunft ist gefragt. Hier geht es vor allem darum, dass die Verantwortlichen über ihre Schatten springen und sich für neue Wege öffnen. Dirk Bliedtner
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Wursten will Einheit mit Nordholz bilden
Dorum/Nordholz. Die Druckwelle aus dem Wursterland prallt an Nordholz ab – noch. Wie das gallische Dorf, das sich bei „Asterix und Obelix“ tapfer gegen die Römer stellt, halten die Nordholzer die Grenzen: Der Rat der Gemeinde befasst sich öffentlich mit einem brisanten Thema, das zuvor höchstens hinter vorgehaltener Hand angesprochen wurde – die mögliche „Zwangsehe“ der beiden Kommunen. Die Wurster haben Weitblick, sind sie überzeugt. Denn früher oder später werde die dramatisch schlechte Haushaltslage der Gemeinden ohnehin zu einer Zusammenlegung der Kommunen führen – wenn nichts mehr geht. Denn die finanziellen Handlungsspielräume werden immer enger (Nordholz: zirka 14 Millionen Euro Schulden, Wursten zirka 25 Millionen Euro).
So einer Lage aber wollen Wolfgang Neumann (SPD), Samtgemeindebürgermeister von Land Wursten, und seine Mitstreiter – die Parteien im örtlichen Rat – nicht tatenlos entgegensehen. Sie haben deshalb die Initiative ergriffen und mit den Nordholzern über die verstärkte „interkommunale Zusammenarbeit“ gesprochen. Die Wurster favorisieren dabei eine große Lösung, nämlich die Zusammenlegung von Nordholz und Land Wursten zu einer Samtgemeinde. Das sei nicht nur historisch sinnvoll, sondern bringe auf Grund der Größe der neu entstehenden Kommune erheblich mehr Zuschüsse vom Land – bis zu 700000 Euro im Jahr. Ein bedeutender Punkt bei ihren Überlegungen ist auch die Vermarktung der „Wurster Nordseeküste“ unter einem Dach – der Kurverwaltung in Dorum-Neufeld.
Die einzelnen Möglichkeiten der neuen Verbindung sollen in einem Gutachten, das bis zu 60000 Euro kosten würde, geprüft werden. „Wir hatten nach den Gesprächen den Eindruck, dass die Nordholzer der Sache positiv gegenüberstehen“, sagten Neumann, Henry Kowalewski (SPD) und Hans-Jürgen Iben (CDU).
Doch die Nordholzer wollen da nicht mitspielen. Das hatte das SJ berichtet. Die Eigenständigkeit solle nicht gefährdet werden, und ohnehin stehe Nordholz finanziell besser da als Wursten mit seinen hohen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere im Tourismus, heißt es aus SPD und CDU in Nordholz. Jetzt hat die Samtgemeinde Wursten den Verlauf der Gespräche detailliert dokumentiert. Sie will das Material parat haben, wenn das Land anklopft und es um Sparbemühungen geht. Es sei nicht auszuschließen, dass den Nordholzern von der Kommunalaufsicht bei den Zuschüssen einmal „der Hahn zugedreht“ werde, wenn sie sich der Zusammenarbeit verweigerten, ist aus Wursten zu hören.
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Bruce Darnells eigene Show droht, zum Flop zu werden. Es geht halt nichts über das Original. In Heidi Klums Casting-Show war „Drama, Drama, Baby“ eben kultig.
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