Beim Tourismus wollen sich die Nordholzer nicht voreilig den Wurstern anschließen – Neue Führungsriege
Dorum/Nordholz. Die Gemeinde Nordholz und die Samtgemeinde Land Wursten müssen sich unter dem Spardruck nun ernsthaft mit einer intensiveren Zusammenarbeit beschäftigen. Dies könnte in den kommenden Jahren auf eine Fusion hinauslaufen. Erste Gespräche hat es kürzlich bereits gegeben. Doch Nordholz setzt zunächst weiter auf Eigenständigkeit – wie sich nun beim Tourismus zeigt.
Die Entwicklung des Tourismus an der Wurster Küste ganz in die Hände der Kurdirektorin der Samtgemeinde Land Wursten, Sandra Langheim, legen? So einfach wollen sich die Nordholzer nicht geschlagen geben. Dass die intensivere Zusammenarbeit verfolgt werden müsse, ist den Verantwortlichen in der Gemeinde klar. Ihr Motto aber lautet: „Nichts übers Knie brechen“. Während Hadeln und das Sietland zurzeit schon eine Fusion anstreben, wird in der Nordholzer Politik erst mal über eine Bürgerbefragung nachgedacht.
„Wir werden die Stelle eines Tourismus-Experten ausschreiben“, kündigte Nordholz‘ Bürgermeister Bernhard Jährling an. Hintergrund ist der Wechsel Jürgen Grundmanns nach Hagen. Jährlings bisheriger Vertreter und war auch für den Tourismus-Bereich zuständig und hatte in diesem Zusammenhang auch die Veranstaltung „Wattspektakel“ organisiert. Darüber hinaus hatte Grundmann das Amt des Kämmerers inne.
Seit vergangener Woche steht nun auch fest, wer im Nordholzer Rathaus an seine Stelle treten wird: Wilhelm Flaswinkel wird ab März der zweite Mann in der Verwaltung sein. Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde hatte einstimmig dafür votiert. Flaswinkels „ruhige und sachliche Art“ sei auch mit ausschlaggebend gewesen, hieß es.
Der 50-Jährige ist nicht parteigebunden und seit zehn Jahren in der Nordholzer Verwaltung tätig. Zurzeit leitet der Diplom-Verwaltungswirt das Haupt-, Ordnungs- und Personalamt und agierte in der Vergangenheit zeitweise auch als Bauamtsleiter und Kämmerer. Flaswinkel lebt in Cappel-Neufeld, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Als neue Kämmerin hat Jährling Bianca Teichmann (28) bestimmt. Die Diplom-Verwaltungswirtin und Diplom-Kauffrau ist bei der Gemeinde momentan im Bauamt tätig und leitet die Arbeitsgruppe Neues Kommunales Rechnungswesen.
Der Bereich Tourismus soll künftig im Bauamt angesiedelt werden, das von Diplom-Verwaltungswirt Manfred Appiarius (44) geleitet wird. Hier sollen die Fäden zusammenlaufen, was beispielsweise die Koordination der Förderprojekte im Bereich „Ilek“ betrifft. Dazu gehört zum Beispiel der geplante „Friesenhof“.
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